Dialog

Berliner Klimadiskurs Sonnenkollektoren Michael Otto Stiftung

Berliner Klimadiskurs

2006 initiierte die Michael Otto Stiftung für Umweltschutz einen wissenschaftlich-politischen Diskurs, bei dem sich führende Repräsentanten aus Forschung, Politik und Verwaltung zum Thema Klimaschutz und Klimawandel austauschten. Im Mittelpunkt der drei in Berlin stattfindenden Treffen stand das Ziel, praktische klimapolitische Positionen, Instrumente und Maßnahmen zu definieren. Darüber hinaus wurde die mögliche Rolle Deutschlands beim Einfluss auf internationale Entscheidungen formuliert.
 
Abschließend wurde die „Berliner Klimaerklärung der Michael Otto Stiftung“ erarbeitet. Das Papier diente als Ausgangspunkt und Impuls zur Gründung der Initiative 2° – Deutsche Unternehmer für Klimaschutz, in der sich elf führende Köpfe der Wirtschaft zusammengeschlossen haben. Ihr gemeinsames Ziel ist die Begrenzung der Erderwärmung auf 2° Celsius gegenüber dem vorindustriellen Niveau.

Wattenmeer: Dynamik der Kachelotplate bei Juist Michael Otto Stiftung

Wattenmeerdialog

Die Hamburger Gespräche 2005 zum Thema „Land unter?“ veranlassten die Michael Otto Stiftung für Umweltschutz zu einer Fortführung des angestoßenen Dialogprozesses. Im Mittelpunkt stand dabei der Umgang mit dem steigenden Meeresspiegel und den sich daraus ergebenden Konflikten zwischen Naturschutz und Küstenschutz im Wattenmeerraum.
 
Auf Basis der Ergebnisse verfassten wir 2007 das Positionspapier „Die Anpassung der Wattenmeerregion an die möglichen Folgen des Klimawandels“. Neben einer Situationsanalyse enthält es strategische Empfehlungen für die Formulierung einer nationalen Strategie zum Umgang mit den Folgen des Klimawandels für die Wattenmeerregion.
 
In einem zweiten Schritt erarbeitete die Stiftung gemeinsam mit Fachleuten aus Natur- und Küstenschutz der Nordseeregion ein Zukunftsbild für die Wattenmeerregion, das 2010 veröffentlicht wurde. Es basiert auf dem Positionspapier und soll als Dialogpapier dienen.
 

Oder Michael Otto Stiftung

Oder-Dialog

Durch die Wiedervereinigung Deutschlands und spätestens nach dem katastrophalen Hochwasser im Sommer 1997 rückte die Oder als Grenzfluss zwischen Deutschland und Polen wieder stark ins Bewusstsein. Im Mittelpunkt der Diskussion standen umfassende Hochwasserschutzmaßnahmen einerseits und der Oder-Ausbau als europäische Wasserstraße andererseits.
 
Die Michael Otto Stiftung für Umweltschutz engagierte sich zusammen mit dem World Wild Fund for Nature (WWF) für eine ökologisch ausgerichtete Wasserwirtschaft und Landnutzung. Ein von der Stiftung veranstaltetes Oder-Colloquium und weitere regionale Konferenzen halfen, die neuen Ansätze mit deutschen, polnischen und tschechischen Interessenvertretern zu diskutieren und die Akzeptanz der betreffenden Behörden zu erhöhen. Aufbauend auf dem neu erarbeiteten „Oder-Auen-Atlas“ ist es gelungen, öffentliches Bewusstsein für die notwendige Integration von Hochwasserschutz, Naturschutz und Raumplanung zu wecken.

Damschen-Elbtalaue am Abend Michael Otto Stiftung

Elbe-Dialog

Um die Elbe als einmalige Lebensader für Mensch und Tier zu schützen, moderierte die Michael Otto Stiftung für Umweltschutz bereits in den Neunzigerjahren zwischen den Interessensgruppen und Verbänden. Ziel war ein ausgewogener Kompromiss zwischen dem Ausbau der Elbe einerseits und ihrem Erhalt als Ökosystem andererseits.

 
Im Rahmen von drei Elbe-Colloquien wurde das Alternativkonzept „Flüsse zwischen Ost und West“ vorgestellt und diskutiert. Daraus entstand 1996 die „Elbe-Erklärung“ zur ökologischen Weiterentwicklung von Elbe und Havel, die vom Bundesministerium für Verkehr und allen großen deutschen Umwelt- und Naturschutzverbänden unterzeichnet wurde. Dennoch verlief die Umsetzung nicht so reibungslos wie erhofft. Zu unterschiedlich wurden die Begriffe „verkehrlich notwendig“ und „ökologisch verträglich“ von den Beteiligten interpretiert.
 
Diese ernüchternde Tatsache und die schwere Elbeflut im Sommer 2002 waren Anlass für die Michael Otto Stiftung für Umweltschutz, den Dialog weiterzuverfolgen. Die Aufnahme der Elbe-Erklärung in den Koalitionsvertrag der Bundesregierung in 2002 kann als Durchbruch bezeichnet werden.