innovative Umwelt- und Naturschutzprojkete werden gefördert durch die Michael Otto Stiftung für Umweltschutz© Dieter Damschen

Förderung

Kreuzkrötengewässer für die Fischbeker Heide

Das Hamburger Naturschutzgebiet Fischbeker Heide beherbergt viele gefährdete Amphibien- und Vogelarten. Unter ihnen die Kreuzkröte, die in Hamburg seit 1981 akut vom Aussterben bedroht und nur noch vereinzelt in der Fischbeker Heide anzutreffen ist.
Gemeinsam mit einer Hamburger Schulklasse (7-10 Klasse) schafft das Naturschutz-Informationshaus der Loki Schmidt Stiftung in der Fischbeker Heide neue Lebensräume für die Kreuzkröte und optimiert vorhandene Laichgewässer. In den Sommerferien 2015 helfen die TeilnehmerInnen des Camps des Internationalen Jugenddienstes (IJGD) fleißig mit.
 
Die jungen NaturschützerInnen suchen anhand von selbstgezogenen Bodenproben nach wasserstauenden Schichten und kartieren sie. Zudem erforschen sie bestehende Laichgewässer, indem sie wichtige Umweltparameter, wie z.B. die Gewässergüte, festlegen, messen und dokumentieren. Und welche Flächen wären nun optimale Laichgewässer für die Kreuzkröte? Die Jugendlichen entscheiden sich gemeinsam für einen Bereich und dann wird der Spaten in die Hand genommen und fleißig gegraben.
 
Und wo versteckt sich so eine nachtaktive Kreuzkröte eigentlich? SchülerInnen, LehrerInnen, Eltern und die TeilnehmerInnen des IJGD gehen dafür in den Sommerferien in der Heide auf eine nächtliche Erkundungstour.
 
Nach den ersten Herbstregenschauern begehen die Jugendlichen den neuen Tümpel und bessern evtl. den Uferbereich nach. In den Wintermonaten folgen auf die praktischen Maßnahmen Unterrichtseinheiten zum Thema: „Heimische Amphibien“, „Amphibienschutz“ und „Böden der Fischbeker Heide“. Im Frühjahr kontrollieren die jungen Forscherinnen und Forscher die alten und neuen Gewässer und halten nach rufenden Kreuzkröten, Laich und Kaulquappen Ausschau. Der Laich und die Kaulquappen werden probeweise entnommen, um die Amphibienart zu bestimmen. Zudem vergleichen die Jugendlichen die Parameter des Vorjahres mit den aktuellen und bewerten diese.
 
Die neu entstandenen und optimierten Gewässer tragen zur Erhaltung der bedrohten Kreuzkröte sowie anderer Amphibien- und Insektenarten bei. Aber auch zahlreiche Vögel des Naturschutzgebietes, darunter der seltene Ziegenmelker, nehmen Wasserstellen als Jagdrevier und Trinkstätte an. 
 

Die Michael Otto Stiftung für Umweltschutz unterstützt das Projekt von Mai 2015 bis Juni 2016.