innovative Umwelt- und Naturschutzprojkete werden gefördert durch die Michael Otto Stiftung für Umweltschutz© Dieter Damschen

Förderung

Gesamtkonzept Elbe

Ein Konzept für die Elbe, das verkehrliche, wasserbauliche und naturschutzfachliche Aspekte berücksichtigt, wird seit über 20 Jahren diskutiert. Das 2013 verabschiedete Strategiepapier „Eckpunkte für ein Gesamtkonzept Elbe des Bundes und der Länder“ dient derzeit als Grundlage für die Entwicklung eines neuen Konzeptes. Es soll zukünftiges behördliches Handeln mit gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Aspekten verbinden. So könnte die Biodiversität in und an der Elbe gestärkt werden.

Im Mai 2015 wurde auf Einladung der Michael Otto Stiftung für Umweltschutz das Informationsforum durch die Verbändekooperation zwischen BUND, NABU und WWF durchgeführt. Dort wurden mit den Teilnehmern die Rahmenbedingungen einer Öffentlichkeitsbeteiligung bei einem Gesamtkonzept Elbe diskutiert.

Im Juli 2015 stellten auf Basis der Diskussionsergebnisse das Bundesverkehrsministerium und das Bundesumweltministerium den Ablauf und die Organisationsform zur Erarbeitung des zukünftigen Gesamtkonzepts Elbe vor. Bis November 2016 soll das Gesamtkonzept Elbe entwickelt, mit den Verbänden diskutiert und durch Bund und Länder verabschiedet werden. Die abschließende Geschäftsordnung wird derzeit erarbeitet.

Natur- und Umweltschutzverbände sowie andere Stakeholder haben eine beratende Funktion. Es gibt ein Berater- und ein Entscheidungsgremium unter paritätischer Beteiligung von je vier Umwelt- und Wirtschaftsverbänden. Im Beratergremium sitzen BUND, NABU, WWF und Pro Elbe. Moderation und Prozessorganisation sind in unabhängiger Hand.

BMVI und BMUB verneinen derzeit finanzielle Unterstützung für Nichtregierungs-Stakeholder.

 

Die Ziele des Natur- und Umweltschutzes an der Elbe sollen fachlich diskutiert, gebündelt und in die zukünftige Bewirtschaftung der Elbe adäquat integriert werden.

Die an der Elbe aktiven Natur- und Umweltschutzorganisationen sollen eine Plattform erhalten, um ihre Positionen zu vertreten und für die Teilnahme an der Konzepterstellung abzustimmen. Außerdem soll die politisch unabhängige Mitarbeit gewährleistet und die Fachexpertise vertieft werden.

Weiterführende Diskussionen mit Interessensvertretern aus Binnenschifffahrt, Hafenwirtschaft und anderen Wirtschaftsbereichen sowie bislang nicht beteiligten Organisationen (z.B. Fischerei, Kanusport etc.) sind angedacht.

Das Projekt soll mit Hilfe von Workshops zur Vor- und Nachbereitung der Gremiensitzungen, Einbezug von fachlicher Expertise und Kommunikation der erarbeiteten Standpunkte nach außen umgesetzt werden.

 

Die Michael Otto Stiftung für Umweltschutz fördert dieses innovative Projekt für das Jahr 2016.