innovative Umwelt- und Naturschutzprojkete werden gefördert durch die Michael Otto Stiftung für Umweltschutz© Dieter Damschen

Förderung

Niederrhein

Einst waren Stromspaltungen und durchflossene Nebenrinnen ein typisches Element des Niederrheins. Der Ausbau zur Wasserstraße hat den Lebensraum im Strom und in der Aue jedoch stark eingeschränkt. Die NABU-Naturschutzstation Niederrhein hat sich deshalb die Wiederherstellung einer Nebenrinne für den Niederrhein bei Wesel zur Aufgabe gemacht. Untersuchungsergebnisse von vergleichbaren Seitengewässern im Deltabereich des Rheins in den Niederlanden zeigen, dass diese nach wenigen Jahren eine große Vielfalt unterschiedlichster Arten beherbergen. Dies ist auch für das Projektgebiet am Niederrhein zu erwarten.

 
Darüber hinaus trägt das Vorhaben zum Erhalt und zur Entwicklung des EU-Vogelschutzgebietes Unterer Niederrhein sowie der Gebiete der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie „Rheinaue Bislich“ und „Rheinfischschutzzonen zwischen Emmerich und Bad Honnef“ bei. Die Verbindung mehrerer kleinerer Gewässer zu einem mitströmenden Nebenarm von etwa 2,8 km Länge soll neue Lebensräume schaffen, die die ökologische Verbindung zwischen Strom und Aue verbessern. So sollen sich durch die Anlage der Nebenrinne unter anderem wieder überströmte, wellengeschützte Flachwasserzonen ausbilden, periodisch trocken fallende Schlammflächen und Flutrasen sollen das Gebiet als Nahrungshabitat für Wat- und Wasservögel sowie arktische Gänse aufwerten.
 
Für die Wiederherstellung mitströmender Seitenarme gibt es am Rhein außerhalb des Deltabereiches bislang kein Beispiel. Damit kommt diesem Vorhaben, das von der Michael Otto Stiftung für Umweltschutz seit 2010 bis 2015 gefördert wird, Modellcharakter zu.
 
Weitere Informationen zum Naturschutzgebiet finden Sie auf der Projekthomepage oder auf der Homepage der NABU.