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Pressemitteilung 9. Januar 2017 - F.R.A.N.Z. - Gemeinsam für mehr biologische Vielfalt in der Landwirtschaft

 

Zur Bewahrung und Förderung der biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft eröffnet Dr. Michael Otto, Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks, Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt, und der Präsident des Deutschen Bauernverbandes Joachim Rukwied am 9.1.2017 im Haus der Bundespressekonferenz in Berlin das Dialog- und Demonstrationsprojekt F.R.A.N.Z. (Für Ressourcen, Agrarwirtschaft & Naturschutz mit Zukunft).

 

Biologische Vielfalt ist eine wichtige Grundlage für intakte Ökosysteme und damit auch für die Landwirtschaft. Die weltweit wachsende Nachfrage nach landwirtschaftlichen Produkten auf der einen und die Bewahrung der Artenvielfalt auf der anderen Seite führen zu Zielkonflikten. F.R.A.N.Z. setzt hier an und entwickelt effiziente Naturschutzmaßnahmen und Bewirtschaftungskonzepte. 

 

Hierzu werden gemeinsam mit Naturschützern und Landwirten auf zehn Demonstrationsbetrieben Maßnahmen erprobt, die dem Naturschutz dienen und gleichzeitig praxistauglich und betriebswirtschaftlich tragfähig sind. Die erfolgreich umgesetzten Maßnahmen werden auch über das Netzwerk der Demonstrationsbetriebe hinaus kommuniziert und verbreitet. Um möglichst viele Landwirte für die Maßnahmen zu gewinnen, braucht es geeignete ordnungs- und förderrechtliche Rahmenbedingungen. Auch hier setzt F.R.A.N.Z. an und gibt Impulse in die Agrar- und Umweltpolitik.

 

Ziel des Projektes ist es, Maßnahmen zu entwickeln und zu erproben, welche die Artenvielfalt in der Agrarlandschaft erhalten und erhöhen. Mittel- und langfristig sollen die Naturschutzmaßnahmen auch auf andere Betriebe übertragen werden. Hierzu ist es wichtig, dass sich die Maßnahmen gut in die betrieblichen Abläufe integrieren lassen und keine wirtschaftlichen Einbußen nach sich ziehen. Ebenso sollen Hemmnisse im bestehenden Förder- und Ordnungsrecht identifiziert und Optimierungen vorgenommen werden, damit die Landwirte die Naturschutzmaßnahmen umsetzen können.

 

Das Projekt F.R.A.N.Z. umfasst ein Netz von zehn Demonstrationsbetrieben, welches von Mecklenburg-Vorpommern bis Beyern reicht. Mit dabei sind sowohl Ackerbau- als auch Grünlandbetriebe. Die Verteilung innerhalb Deutschlands und die unterschiedlichen Betriebsausrichtung spiegeln die regionalen Besonderheiten und die verschiedenen Herausforderungen zwischen Landwirtschaft und Naturschutz wieder. Um die Maßnahmen auch auf andere Betriebe bundesweit übertragen zu können, wurden für die jeweiligen Regionen typische landwirtschaftliche Betriebe eingebunden.

 

Das Verbundprojekt F.R.A.N.Z. wird unter Federführung der Michael Otto Stiftung für Umweltschutz gemeinsam mit dem Deutschen Bauernverband durchgeführt. Wissenschaftlich begleitet wird es durch die Thünen-Institute für Ländliche Räume, Betriebswirtschaft und Biodiversität sowie die Universität Göttingen und das Michael-Otto-Institut im NABU. Die in den Projektregionen ansässigen Landesbauernverbände und deren Kulturlandschaftsstiftungen betreuen und beraten die Demonstrationsbetriebe. F.R.A.N.Z. steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministers für Ernährung und Landwirtschaft, Herrn Christian Schmidt, und der Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Frau Dr. Barbara Hendricks.

 

Die Förderung des Projekts erfolgt mit Mitteln der Landwirtschaftlichen Rentenbank, mit besonderer Unterstützung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft und der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, sowie durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.

 

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