Die Stiftung

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Dr. Michael Otto

Vorsitzender des Kuratoriums der Michael Otto Stiftung für Umweltschutz

Die frühzeitige Entscheidung von Dr. Michael Otto, in der Führung seiner Unternehmensgruppe konsequent ökologische Aspekte zu beachten, manifestiert sich auch in seinem persönlichen Engagement. Die Gründung der Michael Otto Stiftung für Umweltschutz im Jahre 1993 gehört maßgeblich dazu.  

Naturschutz ist Zukunftssicherung. Denn die Natur zu bewahren, Lebensräume zu schützen und die Vielfalt der natürlichen Lebensformen zu erhalten, schützt unsere eigenen Lebensgrundlagen. Es ist die Voraussetzung für eine globale Entwicklung in Frieden und Wohlstand.

Die Michael Otto Stiftung hat sich deshalb den Naturschutz auf die Fahnen geschrieben. Wir fördern Projekte für den Erhalt von Flüssen, Seen und Auen, investieren in Bildung und Forschung für naturverträgliches Handeln und setzen uns in politischen Diskursen für verbesserte Rahmenbedingungen für einen wirkungsvollen Naturschutz ein.

Dabei geht es uns immer auch darum, beispielgebend zu wirken und weitere Akteure in unser Handeln partnerschaftlich einzubeziehen. Denn die Verzahnung von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft schafft zusätzliche Chancen und ist eine wesentliche Voraussetzung für effektiven Naturschutz. Hierfür werden wir auch zukünftig unseren Beitrag leisten.“

Dr. Michael Otto


Michael Otto Stiftung für Umweltschutz

Die Michael Otto Stiftung wurde 1993 zum Schutz und Erhalt der Lebensgrundlage Wasser gegründet. Heute setzt sie sich strategisch für zukunftsweisende Perspektiven im Naturschutz und für eine nachhaltige Entwicklung ein. Dazu ist sie auf drei Aktionsfeldern tätig:

Förderung
Die Michael Otto Stiftung fördert innovative Naturschutzvorhaben zum langfristig wirksamen Schutz von Gewässern und Feuchtgebieten. Darüber hinaus unterstützt sie junge Menschen bei der Durchführung ihrer eigenen "Aqua-Projekte".

Bildung
Um ein Bewusstsein für zukunftsgerechtes Handeln zu schaffen, hat die Michael Otto Stiftung mehrere Stiftungsprofessuren initiiert, Forschungs- und Bildungszentren unterstützt sowie ihr eigenes Bildungsangebot AQUA-AGENTEN ins Leben gerufen.

Dialog
Durch die Initiierung und Moderation von Dialogen zu aktuellen umweltpolitischen Fragen möchte die Stiftung gemeinsam mit Entscheidern aus Naturschutz, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft konstruktive Lösungen für Mensch und Natur herbeiführen.

Die Michael Otto Stiftung will Zeichen setzen und Motivation schaffen für weitere beispielhafte Initiativen - mit dem Ziel, nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Umwelt zu erhalten.

Stiftungsbroschüre zum Download (PDF 7,2 MB) 


Gemeinsam aktiv werden

Das Kuratorium ist mit einflussreichen Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Nichtregierungsorganisationen besetzt.

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Dr. Michael Otto

Vorsitzender des Kuratoriums

Der promovierte Volkswirt leitete von 1981 bis 2007 die Hamburger Handels- und Dienstleistungsgruppe Otto Group. 2007 wechselte er in den Aufsichtsratsvorsitz. Darüber hinaus hat er eine Reihe von Ehrenämtern inne, u.a. ist er Initiator und Kuratoriumsvorsitzender der Aid by Trade Foundation sowie Vorsitzender des Stiftungsrates der Umweltstiftung WWF Deutschland.

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Jochen Flasbarth


Der Diplom-Volkswirt übte von 1994 bis 2003 hauptamtlich das Präsidentenamt des Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) aus. Von 2003 bis 2009 war er als Abteilungsleiter Naturschutz und nachhaltige Naturnutzung im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit tätig. Seit 2009 ist er Präsident des Umweltbundesamtes.

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Prof. Dr. Christoph Leuschner


Der promovierte Biologe ist Leiter der Abteilung Pflanzenökologie und Ökosystemforschung am Albrecht-von-Haller-Institut für Pflanzenwissenschaften an der Universität Göttingen. Forschungsschwerpunkte bestehen in der Ökologie temperater und tropischer Wälder, in der Vegetationsökologie Mitteleuropas (Synthese) und in der Naturschutzforschung.

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Dr. Johannes Merck

Vorstand der Stiftung

Seit 1989 leitet der promovierte Historiker den Direktionsbereich Corporate Responsibility der Otto Group.  Darüber hinaus ist er Vorstand der Aid by Trade Foundation, Beiratsvorsitzender der Systain Consulting GmbH und Mitglied des Präsidiums des Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) sowie des Kuratoriums der Hanns R. Neumann Stiftung.

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Olaf Tschimpke


Der Präsident des Naturschutzbund Deutschland e.V. war vor seiner Wahl im Jahr 2003 bereits 18 Jahre als Landesgeschäftsführer für den NABU tätig und seit 2000 auch Vorsitzender des NABU Niedersachsen. Von 1995 bis 2001 arbeitete er nebenberuflich als Lehrbeauftragter für Umweltpolitik an der Fachhochschule Hildesheim-Holzminden. Er sitzt im Kuratorium verschiedener Stiftungen und ist Mitglied im ZDF-Fernsehrat.

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Janina Vater


Nach Studien zum Thema "Soziale Gerechtigkeit", die sie für mehrere Jahre nach Süd-/Ost-Afrika führten, arbeitete die Diplom-Ökonomin für die Welthungerhilfe (Bonn) im Bereich Nothilfeprogramme und Rehabilitierung für den Sudan und Simbabwe. Zurzeit ist sie als Geschäftsführerin der "Ana Kwa Ana"-Stiftung in Kenia tätig, die sich für Straßenkinder, HIV-/AIDS-Waisen und "Women Empowerment" einsetzt. 

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Neben der finanziellen Förderung von Vorhaben anerkannter Naturschutzorganisationen und der Unterstützung von „Aqua-Projekten“, ist die Michael Otto Stiftung im Bildungs- und Dialog-Bereich tätig.
Eine Auswahl der Meilensteine:

2010


Start des Bildungsangebots AQUA-AGENTEN für Hamburger Grundschüler

Ende Mai 2010 startete die Stiftung ihr Bildungsangebot AQUA-AGENTEN. Es ist nach den Grundsätzen einer "Bildung für eine nachhaltige Entwicklung" konzipiert und möchte Dritt- und Viertklässler an Hamburger Grundschulen für die Ressource Wasser begeistern.
AQUA-AGENTEN 

2009


Durchführung Hamburger Gespräche für Naturschutz: "Natur frei Haus"

Auf den 6. Hamburger Gesprächen diskutierten renommierte Vertreter aus Wirtschaft und Naturschutz sowie Politik, Verbraucherschutz und Wissenschaft über den riskanten Umgang mit dem Marktfaktor Natur.
Hamburger Gespräche 

2008


Einrichtung der Stiftungsprofessur „Ökonomie des Klimawandels“ an der TU Berlin in Zusammenarbeit mit dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung

Die Michael Otto Stiftung unterstützt diese weltweit einmalige Professur mit rund 580.000 Euro. Stiftungsprofessur

  

Durchführung Hamburger Gespräche für Naturschutz: „Ende der Vielfalt?“

Entscheider aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Naturschutz diskutierten auf den Hamburger Gesprächen für Naturschutz über das Artensterben durch den wachsenden Nutzungsdruck auf Natur und Landwirtschaft. Hamburger Gespräche

2007


Gründung der Initiative „2° - Deutsche Unternehmer für Klimaschutz“

Elf bedeutende deutsche Unternehmer schließen sich zusammen, um mit ihrem persönlichem Engagement Verantwortung für die Klimapolitik zu übernehmen. Berliner-Klimadiskurs

3. Internationale Pripjet-Konferenz in Minsk

Bei der Geberkonferenz für Schutzgebietsmanagement in Weißrussland beschließen die Teilnehmer u.a. die Wiederherstellung und -vernässung weiterer Gebiete voranzutreiben und ein Monitoringsystem aufzubauen. Pripjet

Durchführung Hamburger Gespräche für Naturschutz: „Fisch ohne Schutz“

Internationale Fischerei-Experten, namenhafte Wirtschaftsführer und Politiker erörterten die ökologischen, ökonomischen und sozialen Folgen der Überfischung der Meere und diskutierten Handlungsalternativen. Hamburger Gespräche

Positionspapier „Wattenmeer und Klimawandel“

Auf Grundlage der Erkenntnisse des „Wattenmeerdialogs“ veröffentlicht die Michael Otto Stiftung ein Positionspapier. Wattenmeerdialog 

2006


„Berliner Klimadiskurs“ und „Berliner Klimaerklärung“

Die Michael Otto Stiftung initiiert einen dreiteiligen wissenschaftlich-politischen Diskurs zum Thema Klimaschutz und Klimawandel.
Berliner Klimadiskurs

Durchführung Hamburger Gespräche für Naturschutz:
„Die Natur im Klima-Deal“

Vor dem Hintergrund des Klimawandels diskutieren renommierte Teilnehmer u.a. über die Chancen und Risiken der Investition in CO2-Senken. Hamburger Gespräche

Start des Public Private Partnership-Projektes „Die Folgen des Klimawandels für das Wattenmeer“

Im Rahmen des „Wattenmeerdialogs“ werden Lösungsszenarien zum Umgang mit dem steigenden Meeresspiegel und den sich daraus ergebenden Konflikten zwischen Naturschutz und Küstenschutz im Wattenmeerraum entwickelt.

2005


Durchführung Hamburger Gespräche für Naturschutz:
„Land unter?“

Experten referieren und diskutieren über Möglichkeiten zum Schutz und Erhalt des Lebensraums Wattenmeer. Hamburger Gespräche

2004


Durchführung Hamburger Gespräche für Naturschutz: „Wasser in Not“

Start der jährlich stattfindenden Hamburger Gespräche für Naturschutz.  Namhafte Referenten beleuchten die dramatische Situation der Ressource Wasser aus verschiedenen Perspektiven und stellen Lösungsansätze vor.

Eröffnung des Nationalpark-Zentrums Königsstuhl

Das von der Michael Otto Stiftung geförderte „Nationalpark-Zentrum Königsstuhl“ auf Rügen bietet Besuchern unter dem Motto „Wir machen Unsichtbares sichtbar“ Erlebnisausstellungen mit Exponaten zum Anfassen und Ausprobieren. „Nationalpark-Zentrum Königsstuhl“

2003


Michael Otto Stiftung für Umweltschutz feiert 10-jähriges Bestehen

Das Jubiläum feiert die Michael Otto Stiftung mit Gästen aus Naturschutzverbänden, Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und dem Freundeskreis der Stiftung. Am Festakt nimmt auch der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder teil.

Gründung des Michael-Otto-Instituts im NABU

Das neue Institut geht aus dem ehemaligen Institut für Vogelschutz des NABU hervor. Mit Hilfe einer Zuwendung der Michael Otto Stiftung in Höhe von 1,5 Mio. € wird das Institut inhaltlich breiter ausgerichtet und in seinem Bestand dauerhaft gesichert. Michael-Otto-Institut im NABU 

2002


Aufnahme der „Elbe-Erklärung“ in den Koalitionsvertrag der Bundesregierung

Die auf den Elbe-Colloquien der Michael Otto Stiftung verabschiedete „Elbe-Erklärung" wird in den Koalitionsvertrag der Bundesregierung aufgenommen.

   

2. Internationale Pripjet-Konferenz in Minsk

Erarbeitung einer internationalen Vereinbarung zum Schutz des Lebensraums des Seggenrohrsängers und anderer Tiere im Gebiet. Die Vereinbarung wird 2003 in die Bonner Konvention zum Schutz wandernder Tierarten aufgenommen, die von zwölf Nationen unterschrieben wird. Pripjet 

2001


Start des Förderprogramms „Junger Naturschutz“

Um eine engere Anbindung der Zielgruppe Schüler und Jugendliche an den Naturschutz zu erreichen, startet die Stiftung das Förderprogamm „Junger Naturschutz“ und unterstützt sogenannte „aqua-projekte“. Ziel ist es, die Eigeninitiative der jungen Generation für den Naturschutz zu steigern und sie zu Verhaltensänderungen zu motivieren.


Durchführung des „Oder-Colloquium“

Die Michael Otto Stiftung engagiert sich für eine ökologisch ausgerichtete Wasserwirtschaft und Landnutzung entlang der Oder und veranstaltet eine öffentlichkeitswirksame Diskussion des vom WWF-Auen-Institut erarbeiteten Konzepts zum ökologisch verträglichen Hochwasserschutz.

2000


Einrichtung der Stiftungsprofessur „Sustainability and Global Change“ an der Universität Hamburg

Mit dem Ziel eines Beitrags zur nachhaltigen Entwicklung in unserer Gesellschaft werden Themenbereiche und Handlungsfelder wie Klimawandel, Landnutzung sowie erneuerbare Energien untersucht und deren ökonomische Auswirkungen betrachtet. Universität Hamburg 

1999


Gründung des ersten weißrussischen Naturschutzverbands

Gemeinsam mit dem RSPB (Royal Society for the Protection of Birds) setzt sich die Michael Otto Stiftung erfolgreich für die Gründung des ersten weißrussischen Naturschutzverbands ein.

1997


Einrichtung der Stiftungsprofessur „Umweltethik“ Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

Im 21. Jahrhundert werden sich Fragen des gerechten Umgangs mit Naturgütern verstärkt stellen. Der interdisziplinär ausgerichtete Stiftungslehrstuhl für „Umweltethik“ befähigt Menschen, diese Fragen nachvollziehbar und reflektiert zu beantworten.


1. Internationale Pripjet-Konferenz

Auf einer internationalen Tagung in Minsk wird in enger Kooperation mit dem weißrussischen Umweltministerium ein gemeinsamer Aktionsplan zum Schutz der Auen und Moore des Pripjet-Gebiets (Weißrussland) verabschiedet.

1996


Durchführung der „Internationalen Weißstorchtagung“

Gemeinsam mit dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) e.V. gilt es, die Bestände des Weißstorchs als Symbol für Feuchtlebensräume langfristig zu sichern und zu erhöhen. Die Tagung stellt die aktuelle Grundlage für die internationale Arbeit zum Schutz des Weißstorchs dar.

Unterzeichnung der „Elbe-Erklärung“

Der auf den Elbe-Colloquien der Michael Otto Stiftung begonnene Dialog mit allen Interessenvertretern über die Zukunft der Elbe mündet 1996 in der sogenannten „Elbe-Erklärung“.

1995


Engagement am Pripjet-Fluss

Die Michael Otto Stiftung finanziert die Konzeption eines Schutzprogramms zur Errichtung eines Nationalparks im Pripjet-Gebiet, Weißrussland.

  

1993


Gründung der Michael Otto Stiftung für Umweltschutz

Engagement für die Elbe

Ein länderübergreifendes Konzept zur Erhaltung und Renaturierung des Flusses und seiner Auen wird erarbeitet. Elbe-Dialog

 

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Auszeichnung durch den Bundesverband Deutscher Stiftungen

Am 27. Juni 2008 ehrte der Bundesverband Deutscher Stiftungen Dr. Michael Otto im Rahmen des Deutschen Stiftungstages mit der „Medaille für Verdienste um das Stiftungswesen“. Die Entscheidung der Jury begründete der Vorstandsvorsitzende Dr. Fritz Brickwedde damit, dass Dr. Otto für einen neuen Stiftertypus stehe. Die von ihm initiierten Projekte zeichneten sich stets durch besondere Zukunftsorientierung und Nachhaltigkeit aus. In seiner Festrede beschrieb Bundespräsident Horst Köhler Dr. Otto als "verantwortungsvollen und gemeinwohlorientierten Anstifter".

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Festrede des Bundespräsidenten

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Fotos:
© Marc Darchinger, Bundesverband Deutscher Stiftungen



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