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Steigt der Meeresspiegel im Rahmen des Klimawandels an, hat dies gravierende Konsequenzen sowohl für die Menschen, die an der Küste leben, als auch für die Natur. Insbesondere der Lebensraum Wattenmeer wäre betroffen. Aus diesem Grund rief die Michael Otto Stiftung im Anschluss an die Hamburger Gespräche für Naturschutz 2005 zum Thema "Land unter" in 2006 das Projekt "Folgen des Klimawandels und Entwicklung von Lösungsszenarien im Rahmen von IKZM (Integriertes Küstenzonenmanagement)" ins Leben. Das durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit geförderte Projekt verfolgte im Wesentlichen zwei Ziele:
Phase 1: Verschiedene Perspektiven an einem TischIn den Jahren 2006 und 2007 fand eine Vielzahl von Gesprächen und Workshops mit Experten aus Wissenschaft, Natur- und Küstenschutz sowie aus der Verwaltung statt. Die daraus entstandene Analyse der heutigen Diskussionslage in Deutschland zum Thema Wattenmeer, Klimaänderung, Küsten- und Naturschutz ("Diskursanalyse") diente als Grundlage für den weiteren Verständigungsprozess. Auf Basis der in diesem Dialogprozess erlangten Ergebnisse verfasste die Michael Otto Stiftung im Dezember 2007 das Positionspapier "Die Anpassung der Wattenmeerregion an die möglichen Folgen des Klimawandels". Es enthält eine Situationsanalyse sowie strategische Empfehlungen für die Formulierung einer umfassend unterstützten und effektiven nationalen Strategie zum Umgang mit den Folgen des Klimawandels für die Wattenmeerregion. Die Kurzversion des Positionspapiers können Sie hier downloaden. Phase 2: Ein Zukunftsbild für die WattenmeerregionUm den vielversprechend gestarteten Prozess fortzusetzen und erfolgreich abzuschließen, führte die Stiftung ab 2008 das Anschlussprojekt "Naturschutzforderungen bei alternativen Klimawandelszenarien für das Wattenmeer im Rahmen von IKZM" durch. Gefördert wurde es ebenfalls durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums. Im Mittelpunkt der zweiten Phase stand die Erarbeitung eines Zukunftsbildes für die Wattenmeerregion, das Ende Mai 2010 veröffentlicht wurde. Es basiert auf dem Positionspapier der ersten Phase und soll als Dialogpapier dienen. Das Publikation möchte den politischen Entscheidern ein Szenarium vorstellen, wie eine zukunftsfähige Entwicklung der Wattenmeerregion aussehen könnte, und Vorschläge für konkrete umsetzbare Maßnahmen machen. Dazu hat die Stiftung eng mit Fachleuten aus Natur- und Küstenschutz der Nordseeregion zusammen gearbeitet. Das Ergebnis unterscheidet sich von anderen Leitbildern zu diesem Thema dadurch, dass es einen ganzheitlichen Blick auf die Wattenmeerregion einnimmt und sie als multifunktionale Landschaft versteht. Das Zukunftsbild der Michael Otto Stiftung trennt nicht länger zwischen dem Wattenmeer einerseits und der Entwicklung hinter den Deichen andererseits. Denn nur eine Betrachtung der gesamten Küstenzone, von den vorgelagerten Inseln bis in das Deichhinterland, kann unter Einbeziehung aller relevanten Aspekte und Interessen zu akzeptablen Lösungen für Küstenschutz und Naturschutz führen. Die Publikation "Ein Zukunftsbild für eine klimasichere Wattenmeerregion" können Sie hier downloaden. |










